Zalando plant neuen Bürokomplex in Friedrichshain

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Der größte europäische Onlinehändler für Schuhe und Bekleiung Zalando wird 2018 auf dem ehemaligen Spreestreifen ein neues Bürogebäude beziehen. Dort mietet Zalando eine Fläche so groß wie sechs Fussballfelder an, 42.000 Quadratmeter für 5.000 Mitarbeiter. Die verschiedenen Sitze in Berlin, u.a. in der Tamara-Danz-Straße und ein weiteres im Bau befindliches Gebäude werden Zalando insgesamt über 100.000 Quadratmetern Fläche für Büroaktivitäten, Fotoshooting und Verkauf zur Verfügung stellen.

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Kaum verwunderlich, dass Zalando damit zu einem der größten privaten Arbeitgeber in Berlin wird. Vorstandsmitglied Rubin Ritter bekräftigt: „Wir freuen uns sehr, dass Zalando weiterhin wächst und wir neue Arbeitsplätze schaffen können. Als einer der größten privatwirtschaftlichen Arbeitgeber in Berlin möchten wir unseren Mitarbeitern in Berlin ein Arbeitsumfeld bieten, das Raum für Kreativität bietet und sie gleichzeitig räumlich näher zusammenbringt.“ Auch die Senatorin für Wirtschaft und Technologie, Cornelia Yzer, freut sich und sieht die Expansionspläne des Onlinehänders als ein klares Bekenntnis für Berlin als Europas Digitalstandort Nummer eins.

Der Bau selbst mutet futuristisch an und ist neben den hochmodernen Hotel-, Stadion- und Bürogebäuden eine Augenweite für den vormals unbebauten Spreestreifen. Vor ein paar Jahren herrschte vehementer Protest gegen die Bebauung des Spreestreifens durch Mediaspreedemonstrationen. Das Ergebnis wird jetzt deutlich sichtbar. Immerhin arbeiten und shoppen viele Kreuzberger und Friedrichshainer beim Schuhhändler und sparen sich so einen langen Weg zum Arbeitsplatz. Ob das Stadtbild ein weiteres gläsernes Ufo benötigt ist fraglich. Immerhin sprechen die Architekten und Planer von einer Vision von einem lebendigen Stadtquartier: „Wir freuen uns, dass Zalando die Vision von einem lebendigen Stadtquartier mit uns teilt und mit verwirklichen wird. Die Entscheidung von Zalando für einen offenen Campus rund um den zukünftigen Mercedes-Platz wird der Entwicklung einen weiteren Schub geben.“ so Michael Kötter, Vice President Real Estate and Development Anschutz Entertainment Group Development GmbH (AEG).

Was sich hinter dieser Lebendigkeit verbirgt? Ein Nutzungsmix von Wohnen, Büro und Gewerbe – die Verkürzung von Arbeitswegen und die Integration des Arbeitsplatzes in sein nahes Lebensumfeld. Bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, ob man sich über diese Art von Stadtentwicklung freut oder ein vom Arbeitgeber und großen Gewerbebauten autonomes Stadtleben sucht.

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