KW 13: Streit um Route für die 1. Mai-Demonstration, SEK-Einsatz nach Spätkauf-Überfall, Investor gibt Pläne für Cuvry Brache auf

0

Liebe Leser, auch nachdem das Myfest in Kreuzberg für dieses Jahr gerettet ist, wird die Frage diskutiert, ob die traditionelle Revolutionäre 1.-Mai-Demo mit 20.000 Teilnehmern mitten durchs Festgelände ziehen darf? Die Polizei sagt diesmal Nein und löst damit Protest bei den Demo-Anmeldern aus. Die Straftaten an der Rigaer Straße nehmen zu und das BKA-Theater zeigt in dieser Woche mehrmals alle deutschen Dramen an einem Abend. Viel Spaß beim Lesen!

\ FRIEDRICHSHAIN KREUZBERG AKTUELL /

Streit um Route für 1. Mai-Demonstration: Die Polizei will in diesem Jahr verhindern, dass die Demo mitten über das Festgelände des Myfestes verläuft. Die von dem Bündnis beantragte Route soll am Oranienplatz beginnen, durch Kreuzberg und Neukölln führen und schließlich am Heinrichplatz enden. Die Versammlungsbehörde hat das in einem Gespräch am Dienstag jetzt abgelehnt. Die Veranstalter argumentieren demnach, die Polizei bevorzuge ein „kommerzielles Fest“ und erwägen, eine Klage vor dem Verwaltungsgericht einzureichen. Angeblich habe die Polizei eine Alternativ-Route vorgeschlagen, die am Spreewaldplatz oder Kottbusser Damm enden solle. Alles nördlich der Skalitzer Straße solle verboten sein, was man aber nicht akzeptieren werde, so Lorenz, da man dem Halligalli des Myfests handfeste Politik entgegensetze.
morgenpost.de

SEK-Einsatz nach Spätkauf-Überfall: In der Nacht auf Samstag betrat ein Maskierter einen Spätkauf in der Petersburger Straße und bedrohte einen Verkäufer mit einer Schusswaffe, woraufhin es zwischen den beiden zu einem Gerangel kam. Dabei schlug der Verdächtige dem 31 Jahre alten Angestellten mit dem Griff der Waffe gegen den Kopf. Zeitgleich betraten drei weitere Maskierte das Geschäft, warfen eine Flasche auf den Boden und durchwühlten die Zigarettenauslage und den Tresen. Anschließend flüchteten die vier Männer, wobei sie von Zeugen beobachtet wurden. Die Wohnung der Verdächtigen wurde ermittelt und die Polizeibeamten umstellten das Wohnhaus und warteten auf das Eintreffen des SEK, als nacheinander zwei Komplizen des Festgenommenen aus der betreffenden Wohnung kamen. Zur Festnahme des dritten Mannes mussten die Beamten des SEK in die Wohnung eindringen. In der Wohnung fanden die Polizisten Zigarettenschachteln und eine Kasse, die offenkundig aus dem überfallenen Laden stammten.
tagesspiegel.de

Investor gibt Pläne für Cuvry Brache auf: Nach jahrelangem Hin und Her sollten die Cuvryhöfe entstehen. Das Gelände wurde im September 2014 geräumt und wird seitdem bewacht. Terra Contor von Artur Süßkind wollte auf dem 11.000 Quadratmeter großen Areal 250 hochwertige Wohnungen bauen, dazu Büros und Einzelhandel. Der Senat hatte Zugeständnisse verlangt, neben einem Uferweg und breiten Grünflächen zur Spree auch einen Anteil von 25 Prozent an Sozialwohnungen mit einer Miete von 6,50 Euro pro Quadratmeter. Davon will der Investor offenbar inzwischen nichts mehr wissen, er hat das Vorhaben in einem Schreiben an Senatsbauverwaltung und Bezirk aufgekündigt.
berliner-zeitung.de

Ordnungsamt: Ab 4. April ändern sich die Sprechzeiten berlin.de

Anzeige
Hilfe: Allein in 2015 sind über 3000 Menschen auf der Flucht übers Mittelmeer gestorben. SOS Mediterranee ist ein ziviles, europäisches Projekt zur dauerhaften Seenotrettung im Mittelmeer. Helfen Sie durch Ihre Spende, noch in diesem Winter mit unserem ersten Schiff Menschen zu retten!
sosmediterranee.org

Hausbesetzter gestoppt: Am Dienstagnachmittag hatte ein 59-jähriger Tatverdächtiger mit zwei Komplizen versucht, eine Ferienwohnung in der Eisenbahnstraße zu öffnen und war bei dem Versuch, den Profilzylinder aus der Tür zu drehen, von einem Zeugen ertappt worden. Kurze Zeit später nahmen die alarmierten Beamten den Mann in einer nahe gelegenen Markthalle fest. Bei ihm fanden sie Vermummungsmaterialien, Papierblätter mit politischen Forderungen sowie ein 6 Quadratmeter großes Banner, das auf die geplante Besetzung der Wohnung hindeutete. Der 59-jährige wurde nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder entlassen.
berliner-zeitung.de

Straftaten an der Rigaer Straße nehmen zu: Allein im vergangenen Jahr registrierte die Polizei 69 Gewalttaten und 77 andere Straftaten in der Rigaer Straße und der Liebigstraße. In den letzten Jahren kam es in diesem Bereich immer wieder zu Sachbeschädigungen mit erheblichen Vermögensschäden durch Farbbeutel- und Steinwürfe sowie Brandstiftungen, heißt es von Seite der Polizei. Angriffsziele waren insbesondere Wohnungs- beziehungsweise Geschäftsneubauten, luxussanierte Gebäude, hochwertige Privat- oder Firmenfahrzeuge, Polizeifahrzeuge. Mehrfach seien Polizisten von den Dächern der Rigaer Straße mit Pflastersteinen und Gehwegplatten beworfen worden. Immer wieder wurden in der größeren Umgebung auch Autos angezündet. Für das vergangene Jahr listete die Polizei acht Fälle von Brandanschlägen auf Autos durch die linksextreme Szene auf.
morgenpost.de

Mann wird in eigenem Haus ausgeraubt: In der Nacht von Samstag zu Sonntag stand ein Mann in der Lübbener Straße vor der Tür seines Wohnhauses. Als er aufgeschlossen und den Hausflur betreten hatte, soll ihn plötzlich ein Mann, der bereits im Flur gestanden haben soll, hineingezogen haben. Zeitglich soll der zweite Täter das Haus betreten haben und beide gingen dann mit Schlägen auf den 50-Jährigen los. Dabei sollen dem Mann sein Handy, seine Geldbörse mit Kreditkarte und sein Ausweis von den Tätern geraubt worden sein. Der Beraubte erlitt bei dem Angriff Prellungen, Schürfwunden und Hämatome im Gesicht. Eine ärztliche Behandlung lehnte er ab.
morgenpost.de

Baerwaldstraße: In Höhe Carl-Herz-Ufer wird in Richtung Gneisenaustraße über die Gegenfahrbahn geleitet inforadio.de
Hallesches Ufer: Engpass an der Kreuzung Wilhelm- in Richtung Möckernstraße
Wühlischstraße: Zwischen Böckling- und Boxhagener Straße Sperrung in Richtung Rummelsburg inforadio.de
Warschauer Straße: Zwischen Kopernikus- und Grünberger Straße bis 31.3. nur eine Spur pro Richtung inforadio.de

\ SPORT /

BAK 07 mit Arbeitssieg im Nachholspiel : Im Nachholspiel des 21. Spieltages traf der BAK 07 auswärts auf die TSG Neustrelitz. Die Hausherren konnten überraschend nur wenige Tage zuvor, den bis dato souveränen Tabellenführer FSV Zwickau mit 1:0 schlagen. Knapp 600 Zuschauer im Neustrelitzer Parkstadion sahen in den ersten 45 Minuten eine erneut starke Vorstellung der Heimmannschaft. Die Blau-Weißen hatten durch einen Fehler von Corbin-Ong die erste gute Möglichkeit der Partie. In der zweiten Hälfte machte es der Athletik Klub besser. Nach einem Ballverlust der TSG im Mittelfeld fand ein schneller Pass Zafer Yelen, welcher alleine vorm Tor einen kühlen Kopf behielt und den Ball flach an Neustrelitz-Schlussmann Braunsdorf vorbei ins Tor schob. Die schmeichelhafte Führung der Berliner in der 59. Minute war ein Schock für die Gastgeber. So kam es, dass Christian Skoda nur neun Minuten später den 2:0 Endstand mit einem anspruchsvollen Dribbling herstellte.
bak07.de

\ ZAHL DER WOCHE /

80.000 Euro hat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung für die Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur zur Verfügung gestellt
berlin.de

Anzeige
Regional wachsen – jetzt auf DVD! Der Dokumentarfilm „Regional wachsen – Reise durch eine neue Landwirtschaft“ berichtet exemplarisch für den Raum Berlin/Brandenburg über die Produktion von Lebensmitteln, deckt Missstände auf und zeigt Alternativen für umweltbewusste Konsumenten.
regionalwachsen.de

\ STADTLEBEN /

Mauer Museum Nummer 4 wurde eröffnet: Das touristisch-kommerzielle Potenzial der Berliner Mauer ist noch lange nicht ausgeschöpft. Im Mühlenspeicher, dem historischen Gebäude nahe der Oberbaumbrücke, wurde am Samstag das vierte Mauer-Museum Berlins eröffnet. Initiator und Kurator des privaten Museums ist der Event-Produzent und Filmemacher Jaka Bizilj. Er hat nach eigenem Bekunden die Ausstellung nach intensiven Gesprächen mit den politischen Protagonisten der Wendezeit, darunter Hans-Dietrich Genscher, James Baker und Michail Gorbatschow, erarbeitet und konzipiert. In den 13 Räumen im zweiten Obergeschoss des Speichergebäudes werden auf insgesamt 100 Bildschirmen historische Filmdokumente gezeigt, von der Mauerrede Ulbrichts 1961 bis zum Megakonzert „The Wall“ 1990. Daneben gibt viele Fotos und Animationen von Mauer und Grenzstreifen.
tagesspiegel.de

„Babys machen und andere Stories“: Am 5. April tritt Laurie Penny um 20 Uhr im Hebbel am Ufer auf, nach dem ihre einflussreichen Manifesten „Unsagbare Dinge“ und „Fleischmarkt“ für einen starken und kapitalismuskritischen Feminismus plädierten, wird sie im HAU zum ersten Mal ihr literarisches Werk vorstellen. Ihr scharfer Blick für verborgene Zusammenhänge, ihr beißender Humor gegenüber Rollenbildern machen ihre jetzt auf Deutsch erscheinenden Kurzgeschichten in „Babys machen und andere Storys“ zu einer unterhaltsamen wie auch provokanten Lektüre. Die anschließende Diskussion moderiert Sonja Eismann vom Missy Magazine.
hebbel-am-ufer.de

Alle deutschen Dramen an einem Abend im BKA-Theater: Die Theatergruppe „Unter Niewo“ bricht zwölf Lanzen für die Allgemeinbildung und leistet germanistische Verdichtungsarbeit: Ein dreckiges Dutzend dramatischer Meisterwerke von Lessing bis Handke, leicht gekürzt und kurzweilig vom 1. bis 3. April jeweils um 20 Uhr präsentiert. Da boxt der Faust, da ringt der Nathan und der Siegfried tanzt im Kettenhemd! Woyzeck zählt Erbsen, Jedermann beamt an Bord des Raumschiffs Enterprise und Schillers schillernde Figuren rappen sich zu Mus.
bka-theater.de

Tanzkunst: „Travelogue I – Twenty to eight“: Vom 1. bis 4. April ist diese tänzerische Reise durch Innenräume jeweils um 20 Uhr im Radialsystem V zu sehen. Das Stück wurde von und mit den Tänzern Ákos Hargitay/Thomas Lehmen, Nasser Martin-Gousset, Takako Suzuki, Sasha Waltz und Charlotte Zerbey entwickelt. Mit Humor, Aggressivität und Sinnlichkeit zeichnete Sasha Waltz ein Bild der Gegenwart, das über die Jahre nichts an Brisanz und Relevanz eingebüßt hat: ein Tanzklassiker. Im Dezember 2007 wurde „Travelogue“ mit großem Erfolg von einer neuen Tänzergeneration übernommen.
radialsystem.de

Party: „Gold Lions“ am 2. April ab 23 Uhr im Rosis rosis-berlin.de
Ausstellung: „Im Schaufenster“ im Künstlerhaus Bethanien bethanien.de
Konzert: Alright Gandhi am 1. April um 22 Uhr in der Juction Bar junction-bar.de
Party: „Friedrichshain calling“ am 1. April um 23 Uhr im Cassiopeia cassiopeia-berlin.de

Wir wünschen Ihnen viel Kraft und Spaß für die kommenden sieben Tage und wenn es etwas zu kommentieren gibt, bitte auf friedrichshain-kreuzberg-journal.de erledigen.

Kommentar verfassen