KW 10: Polizei ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs an Schulen, Israel-Sympathisanten antisemitisch beleidigt, Nach Polizeinsatz in der Rigaer brennen Autos

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Liebe Leser, Antisemitische Pöbeleien bei einer israelfeindlichen Demonstration vergangenen Freitag in Kreuzberg sind eine Schande für unseren Bezirk und könnten jetzt ein juristisches Nachspiel haben. Nach Informationen des Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus zeigten am Rande einer Filmvorführung vor dem Kino Moviemento am Kottbusser Damm anlässlich der israelkritischen „Israeli Apartheid Week“ vermummte Männer den Hitlergruß. Das Ostkreuz soll sein historische S-Bahn Logo wieder bekommen. Außerdem wird am 16. März im Radialsystem V über den modernen Mythos Mutterglück diskutiert und der Frage nachgegangen, ob eine Mutter ihr Kind lieben kann, aber nicht das Muttersein. Viel Spaß beim Lesen!

\ FRIEDRICHSHAIN KREUZBERG AKTUELL /

Polizei ermittelt wegen sexuellen Missbrauchs an Schulen: Vor einem jungen Mann, der Kinder auf dem Schulhof anspreche und versuche, sie vom Schulhof zu locken, wird in einem Elternbrief der Heinrich-Zille-Grundschule an der Waldemarstraße in Kreuzberg gewarnt. Wie die Schulleiterin Birgit Braun in dem Elternbrief betont, kommen die Informationen von anderen Schulen im Umfeld. An der benachbarten Nürtingen-Grundschule am Mariannenplatz soll sich ein Fall sexuellen Missbrauchs ereignet haben. Dabei soll sich ein Mann in exhibitionistischer Weise einem Kind auf dem Schulhof genähert haben. Ende Februar sei ein Fall angezeigt worden, so ein Polizeisprecher. Nähere Angaben wollte die Polizei nicht machen, da die Persönlichkeitsrechte des Kindes geschützt werden. Der Vorfall habe sich nicht in der Schule abgespielt, sondern außerhalb. Ermittelt wird gegen eine schulfremde Person.
morgenpost.de

Israel-Sympathisanten antisemitisch beleidigt: Im Rahmen der „Israel Apartheid Week“ wurde am Freitagabend im Kino Moviemento ein israelkritischer Film gezeigt. Eine Gruppe hielt vor dem Lichtspielhaus eine israelsolidarische Protestkundgebung ab. Auf der anderen Straßenseite hatte eine Privatperson anlässlich der Filmvorführung eine Kundgebung unter dem Motto „BDS stoppen“ am Veranstaltungsort angemeldet. Beim BDS handelt es sich um eine Gruppe, die den Boykott von Waren aus Israel befürwortet und die auch die Filmvorführung organisiert hatte. Die Stimmung wurde immer aufgeheizter und schließlich hätten aus dieser Gruppe heraus vermutlich vier Personen den Hitlergruß den Israel-Sympathisanten gezeigt. Sie wurden zudem mit antisemitischen Parolen beleidigt. Ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz wurde eingeleitet, weil die Demonstration der Israel-Kritiker nicht angemeldet war. Außerdem laufen wegen des Zeigens des Hitlergrußes vier Strafverfahren gegen Unbekannt, da die Täter verschwanden.
morgenpost.de

Nach Polizeinsatz in der Rigaer brennen Autos: Am Freitagabend hatten 250 Polizisten gemeinsam mit mit Mitarbeitern des Ordnungsamtes acht Szenelokale zwischen Rigaer Straße und RAW-Gelände kontrolliert. Dabei wurden Verstöße gegen Gewerberecht und Jugendschutz festgestellt. Der Einsatz sei auf Ersuchen des Bezirks erfolgt. Der Einsatz dauerte bis Mitternacht und verlief laut Polizei weitgehend friedlich. Es habe keine Festnahmen gegeben. Kurz vor Mitternacht brannte zunächst ein VW Passat in der Weserstraße. Wenig später stand ein VW Touareg in der Krossener Straße in Flammen und auch ein Ford Mondeo wurde in der Jessnerstraße angezündet. Einige Stunden später brannte in der Rigaer Straße drei an einer Hauswand stehende Müllcontainer.Die Feuerwehr löschte die Brände.
tagesspiegel.de

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cook-it-clever.de

Bundeswehrbus mit Pflastersteinen beworfen: Mittwochfrüh haben Unbekannte einen Bus der Bundeswehr in Friedrichshain mit Pflastersteinen und Farbbeuteln beworfen. Das Fahrzeug war vor einem Hotel in der Gürtelstraße abgestellt gewesen. Gegen 2 Uhr hörte ein Angestellter des Hotels laute Knallgeräusche und alarmierte die Polizei. Die Beamten stellten fest, dass sowohl der Bus als auch die Fassade des Hotels beschädigt worden waren. Der Polizeiliche Staatsschutz wurde mit den Ermittlungen zur Sachbeschädigung betraut.
tagesspiegel.de

Baerwaldbad soll saniert werden: Die Stadtentwicklungsverwaltung hat 294.000 Euro für das Baerwaldbad zur Verfügung gestellt. Mit dieser Summe soll ein Planungsbüro die Kosten für eine grundhafte, energetische und denkmalgerechte Sanierung ermitteln. Das Hallenbad ist seit knapp einem Jahr aufgrund von hygienischen und technischen Mängeln geschlossen. Langfristig soll es wieder öffentlich genutzt werden.
morgenpost.de

Schlägerei auf Hochzeit artet aus: Am Donnerstagabend hatten sich zunächst zwei 25 und 48 Jahre alte Männer lautstark vor dem Veranstaltungsgelände an der Markgrafenstraße gestritten. Dann sei der Streit in eine Schlägerei ausgeartet. Auch andere Hochzeitsgäste seien in die Schlägerei verwickelt, berichtet ein Zeuge. Die Polizei rückte mit mehr als zehn Einsatzwagen an. Auch eine Hundestaffel sei mit vor Ort gewesen. Die Beamten konnten die aufgebrachte Gruppe schnell beruhigen und trennten die Streithähne. Bei der Auseinandersetzung soll der 25-Jähriger die Windschutzscheibe und die Motorhaube des Autos des 48-Jährigen beschädigt haben. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.
morgenpost.de

Ostkreuz soll historische S-Bahn Logo wieder bekommen: Bereits im September 2013 hatte die BVV gefordert, das kurz zuvor gestohlene historische S-Bahn-Logo am Bahnhof Ostkreuz wieder anzubringen, beziehungsweise durch eine Reproduktion zu ersetzen. Passiert ist das seither nicht. Immerhin gibt es aber jetzt eine Auskunft der DB Station Service AG. Es sei angedacht, dass das spezielle Signet wieder zum Bahnhof Ostkreuz komme. Sein künftiger Standort solle der Vorplatz zum Ausgang Sonntagstraße sein. Wo genau sei noch nicht endgültig klar. Ebenso wenig wie der Zeitpunkt, wann das Logo dort aufgestellt werde.
berliner-woche.de

Lindenstraße: Zwischen Am Berlin-Museum und Ritter- nur eine Spur in Richtung Axel-Springer-Straße inforadio.de
Baerwaldstraße: In Höhe Carl-Herz-Ufer wird in Richtung Gneisenaustraße bis 11.3. über die Gegenfahrbahn geleitet inforadio.de
Erkelenzdamm: Bis auf Weiteres Vollsperrung wegen eines Kraneinsatzes inforadio.de

\ SPORT /

Türkieyemspor mit souveränem 2:0 Sieg: Gegen den robust auftretenden Gast FK Serbija waren die Kreuzberger von Anfang an bemüht das Spiel zu dominieren. In der 19. Minute verhinderte eine Weltklasse Parade des Torhüters das 1:0 für Türkieyemspor. Kurz vor Ende der 1. Halbzeit gingen die Kreuzberger dann durch Sefa Aygündüz verdient in Führung. In den folgenden 50 Spielminuten passierte allerdings nicht viel. Es wurde zwar engagiert gespielt, aber es fehlte die zündende Idee. Die hatte schlussendlich in der 90. Minute Cenk Akgün, der zum 2:0 erhöhte und so den Dreier perfekt machte.
tuerkieyemspor.info

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\ STADTLEBEN /

Sonderaustellung im jüdischen Museum über Boris Lurie: Lurie forderte von der Kunst und dem Kunsthandel politische Relevanz ein. Mit seinen viel diskutierten und umstrittenen Arbeiten klagt er eine Gesellschaft an, die der Auseinandersetzung mit Menschheitsverbrechen aus dem Weg zu gehen schien, indem sie ihre Zeugnisse zwischen Werbung und Alltagsbanalitäten verpackte. Das Jüdische Museum Berlin widmet ihm und seiner radikalen künstlerischen Auseinandersetzung mit dem 20. Jahrhundert eine große Retrospektive. Luries Collagen konfrontieren den Betrachter mit dieser fragwürdigen Rezeption der Schoa und provozieren. Denn Lurie verbindet den Ekel gegen eine Menschheit, die zu millionenfacher Vertreibung und Massenmord fähig war, mit dem Abscheu vor einem selbstgefälligen Kunstbetrieb, der mehr am finanziellen Gewinn als an der künstlerischen Aussage interessiert ist.
jmberlin.de

Mit Claudia von Gélieu durchs Frauengefängnis: Kurz nach dem Internationalen Frauentag am 11. März um 17 Uhr können Interessierte gemeinsam mit dem Frieda-Frauenzentrum unter der Führung von Frau von Gélieu, die seit über 25 Jahren spannende Frauentouren anbietet auf eine abwechslungsreiche Spurensuche in Sachen Frauengeschichte gehen. Frau von Gélieu stellt uns mit einer Führung und einer Lesung ihr neues Buch vor: „Barnimstraße 10. Das Berliner Frauengefängnis 1868-1974“. Bei einer Begehung des Ortes, an dem bis 1974 das Gebäude des Frauengefängnisses stand, finden sich noch sichtbare Erinnerungen an die darin Inhaftierten. Danach gibt es eine Lesung von den Frauen und den Besonderheiten eines Frauengefängnisses. Es geht um Sittenmädchen, Mutter-Kind-Zellen, Aufseherinnen und die Veränderungen in mehr als hundert Jahren unter verschiedenen politischen Systemen, vom Kaiserreich bis zur DDR.
frieda-frauenzentrum.de

„Mein Kind – ein Fehler?“: Mutter zu sein ist erfüllend und macht glücklich. Punkt. Wer etwas anderes behauptet, ist selbstsüchtig oder eine Rabenmutter. Darf eine Frau zugeben, keinen emotionalen Gewinn aus ihrer Mutterschaft zu ziehen? Kann sie ihr Kind lieben, aber nicht das Muttersein? Der Hashtag „#regrettingmotherhood“ löste im Sommer 2015 weltweit Debatten um Mutterbilder und daran geknüpfte soziale Erwartungen aus. Besonders in Deutschland wurden die ersten Ergebnisse aus der gleichnamigen Studie der israelischen Soziologin Orna Donath kontrovers diskutiert. Nun ist ihr Buch „Regretting Motherhood“ erschienen. Es bricht auf radikale wie einfühlsame Weise mit dem modernen Mythos Mutterglück und fragt warum es Frauen bereuen, die sich einst bewusst für Nachwuchs entschieden, Mutter geworden zu sein? Am 16. März spricht Donath um 19 Uhr im Radialsystem V über diese und weiterführende Fragen auf Einladung von Zeit Online mit der Philosophin Dr. Catherine Newmark.
radialsystem.de

„Außergewöhnliche Belastung“ im BKA-Theater: Waghubinger sollte eigentlich ein neues Kabarett Programm schreiben, mit dem er endlich die Welt erklärt, aber er kam nicht dazu, weil er noch seine Steuererklärung fertig machen musste. Das ganze Jahr über Unsinn gemacht und jetzt muss er ihn auch noch versteuern. Also macht er sie auf der Bühne, seine Steuererklärung. Ein Mann und eine Steuer. Ein Steuermann. Auf dieser Bühne stehen noch ein Tisch, eine Schreibtischlampe, ein Stuhl und auf dem Tisch liegen ein paar Papierstapel. Was nach dem Ende des Abends dabei herauskommt, ist kein einziges ausgefülltes Formular, dafür ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem irgendwie liebevoller Blick auf den Sinn und Unsinn des Lebens. Am 12. und 13. März geht es jeweils um 20 Uhr los.
bka-theater.de

Öffentliche Führung: durchs Computerspielmuseum am 12. März um 15 Uhr computerspielemuseum.de
Ausstellung: „SuperQueeroes“ im Schwulen Museum schwulesmueseum.de
Brunch: „Vegan & Bio“ am 12. März ab 11 Uhr playingwitheels.de
Konzert: „Blackmail“ am 11. März ab 22 Uhr in der Junction Bar junction-bar.de
Party: „Softcore“ am 12. März ab 23:55 Uhr im Suicide Circus suicide-berlin.com

Wir wünschen Ihnen viele bewegende Momente in den nächsten sieben Tagen und wenn es was zu kommentieren gibt, bitte auf friedrichshain-kreuzberg-journal.de erledigen.

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